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Wangden Teppiche

Auf einer Reise im Jahr 1995 entdeckten wir in einem abgelegenen Tal in Zentraltibet den Ursprungsort der nach dieser Gegend benannten Wangden-Teppiche. Wir fanden Knüpferfamilien, von denen die uralte Herstellungstradition noch erinnert wurde und wir gaben erste Stücke in Auftrag. Die Ergebnisse dieser wiederbelebten Volkskunst wurden erstmalig im Winter 1997 in der Indigo Gallery in Kathmandu/Nepal gezeigt.
Ausstellung:
            Wangden Carpets of Tibet
            6. Dez. 1997 – 4. Jan. 1998
            Indigo Gallery
            Kathmandu

Erstausstrahlung: ArteTV, Mittwoch, 29.10.08 um 19.00
Wiederholung: NDR, Mittwoch, 05.11.08 um 16.50

THOMAS WILD Teppich- & Textilkunst

1. Monastische Teppiche aus Gabu im Wangden-Tal
Nur Männer knüpfen diese Teppiche, die tibetweit in Klöstern im sakralen Zusammenhang benutzt werden. Durch ihren hohen Flor sind die quadratischen Teppiche ideal zum langen Sitzen geeignet.
In Größe, Rotton und Ausführung des klassischen Musters variieren diese Stücke nur wenig.

   
2. Profane Teppiche aus Tschussum im Wangden Tal
Im Gegensatz zu den Teppichen aus Gabu knüpfen an den nichtklösterlichen Teppichen ganze Familien. Die Schachbrettmuster erfreuen sich immer noch allgemeiner Beliebtheit. Sie wurden und werden gerne als Piknikunterlagen und beim Würfelspiel benutzt. Ihr tibetischer Name ist „Shotima“: „sho“ bedeutet Würfel, „ti“ Zusammenstellung und „ma“ bezeichnet die grammatische Weiblichkeitsform. Erhältlich sind sie in den Farbzusammenstellungen:
Die Farben Schwarz, Weiß, Blau, Rot, Grün und Gelb lassen sich paarig miteinander kombiniert in beliebiger Grösse ordern.